PudelOpenAir Raumnahme & VerFüGe 24. August 15 Uhr

 

Am 24. August ab 15 Uhr im Pudel GardenGrosse Preisverleihung
DJ Beykin
Rüftata110
Manuel Muerte
Christoph Schäfer
Live: ZUCKER (rare political rave-set)& Die Grosse Pudel Krönung zum Mietpreiskönig

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http://verfuege.de
http://park-fiction.net
http://www.raumnahme.de

 

Inhalt? Warum? Was? Das schreibt der Pudel selbst auf http://verfuege.de:

 

„Der Golden Pudel Club in Hamburg St. Pauli existiert an seinem heutigen Ort, St. Pauli Fischmarkt 27, seit 1994. Er wurde Anfang der 1990er Jahre von den Musikern Schorsch Kamerun und Rocko Schamoni gegründet, um mit ihm einen ökonomisch unabhängigen Ort für Musik, Kunst, Performance zu initiieren. Für den in den letzten 20 Jahren starken Gentrifizierungsprozessen ausgesetzten Stadtteil Hamburg St. Pauli ist der Pudel Club auch von stadtteilpolitischer Bedeutung. Im Jahr 1996 konnte das historische Gebäude in unmittelbarer Hafennähe in Zusammenarbeit mit der Initiative Park Fiction entgegen dem städtischen Plan einer mehrstöckigen Neubebauung erhalten werden. Der Golden Pudel Club hat seit 20 Jahren täglich geöffnet. Er ist in dieser Zeit zu einem wichtigen Ort in der Geschichte und Gegenwart musikalisch-subkultureller Lebensformen geworden. Wie vor 25 Jahren ist der Pudel noch heute ein Konstrukt aus vielen Menschen, die diesen Ort kollektiv und ohne die privatwirtschaftliche Dominanz von offiziellen Inhaber-Papieren gestalten.

 

Dieser Ort ist nun gefährdet. Das Szenario einer Zwangsversteigerung des Grundstücks auf dem Immobilienmarkt ist nicht unwahrscheinlich. Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Als die Stadt 2008 viele städtische Grundstücke veräußerte, kauften die zwei damaligen Club-Betreiber das Grundstück des Pudel Clubs. Finanziell trägt die gesamten Kosten des Grundstückskaufs bis heute allein der Pudel Club. Dazu gehören die Tilgung des Umbau- und Kaufkredits sowie die gesamten Haus-Umbaukosten. (Der bestehende Pachtvertrag mit den jetzigen Pudel-Betreiber/innen (ein Kollektiv aus drei langjährigen Mitarbeiter/innen des Pudel Clubs) läuft noch 14 Jahre. Nimmt man den momentanen Vertrag mit den juristischen Eigentümern zur Grundlage, würde der Pudel Club von 2007 bis 2029 (Ablauf des Pachtvertrages) zur Tilgung der Kosten für den Haus-Umbau, sowie den Grundstücks-Kauf ca. 1 Million Euro erwirtschaftet haben (ein zusätzlicher Beitrag der Instandsetzungskosten in Höhe von 15.000 Euro kam von Park Fiction). Möglich sind diese Zahlungen des Clubs an die Grundstückseigner nur durch kollektive, z.T. unbezahlte Mitarbeit vieler Menschen (Pudel-Kollektiv, Musiker/innen, Unterstützer/innen).

Ursprünglich hatte die vom Pudel Club aufzubringende Summe an Kredittilgungen das Ziel einer dauerhaften, kollektiven und nicht gewinnorientierten Nutzung des gesamten Gebäudes. (Von 2006 bis 2010 wurde im Obergeschoss des Gebäudes der tagsüber geöffnete Pudel Salon als Ergänzung des Clubs betrieben.) Dieser gemeinsame Plan wurde allerdings durch einen der Eigentümer konterkariert. Seit 2011 reklamiert dieser den oberen Teil des Gebäudes für sich und betreibt dort einen gastronomischen Betrieb. 2011 erfolgte durch diesen Eigentümer ein eigenmächtiger Austausch der Schlösser im Obergeschoss, der dem Pudel-Kollektiv und dem Miteigentümer des Grundstücks bis heute den Zutritt in die obere Gebäudehälfte unmöglich macht.

 

Im Jahr 2013 hat sich der Pudel Verein für Gegenkultur e.V. (kurz: VerFüGe) gegründet, an dem die Pudel-Belegschaft, Musiker/innen, Nachbarn/innen und Unterstützer/innen aus dem Umfeld des Pudel Clubs und des Projekts Park Fiction beteiligt sind. Auch der zweite Eigentümer ist Mitglied des Vereins und hat seinen Anteil am Grundstück symbolisch dem Verein übertragen. Eine rechtskräftige Überschreibung ist juristisch nicht möglich, da sie ohne Zustimmung beider Eigentümer nicht erfolgen kann. Ziel des Vereins ist der Erhalt des Clubs am jetzigen Standort und die Überführung des gesamten Grundstücks in einen kollektiven, nicht gewinnorientierten, zusammen mit dem Projekt Park Fiction organisierten Raum; gegebenenfalls auch die Sicherung des Gebäudes vor Immobilienspekulation im Fall einer drohenden Zwangsversteigerung.“

 

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